Medienbericht: Auch Bundesdigitalminister Wildberger (CDU) hat offenbar mehrere Reden und Texte von KI verfassen lassen.

Eine Recherche der Wochenzeitung Die Zeit legt nahe, dass mehrere von Bundesdigitalminister Wildberger gehaltene Reden zu großen Teilen von einer Künstlichen Intelligenz verfasst wurden.

    Karsten Wildberger bei einer Pressekonferenz
    Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). (Archivbild) (picture alliance / dts-Agentur)
    Wie das Blatt schreibt, wurden auch zwei Gastbeiträge des CDU-Politikers in großen Zeitungen weder von ihm selbst noch von seinen Mitarbeitern geschrieben, ondern von ChatGPT oder ähnlichen KI-Assistenzen. Wildberger nutze immer wieder sprachliche Konstruktionen, die typisch für KI-Texte seien. Die Erkennungssoftware Pangram kam dem Bericht zufolge beispielsweise zu dem Ergebnis, dass 99,3 Prozent eines Textes von Wildberger im Handelsblatt mit "hoher Wahrscheinlichkeit" von einer KI. Ein Sprecher des Digitalministeriums sagte dem Blatt, die benannten Texte seien mit Unterstützung von KI erarbeitet. Auch Wildberger nutze KI als Arbeitswerkzeug. Die Verantwortung liege aber stets beim Menschen. Jemand müsse prüfen, ändern und entscheiden.
    Seit der Löschung eines Gastbeitrags von Thüringens Ministerpräsidenten Voigt in der FAZ gibt es Debatten über die Nutzung von KI für politische Reden.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.