Sanktionen gegen Russland
Medienbericht: Bundespolizei geht gegen "konsequenter" gegen Schattenflotte vor

Die Bundespolizei geht einem Medienbericht zufolge offenbar konsequenter gegen die russische Schattenflotte vor. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" wurde mehreren russischen Schiffen die Fahrt durch das deutsche Küstenmeer verwehrt.

    Blick auf den Tanker «Eventin» vor der Küste der Insel Rügen.
    Russische Tanker wechseln immer wieder ihre Flaggen um die Herkunft der transportierten Güter, vor allem Öl, zu verschleiern. Viele dieser Schiffe kauft Moskau in Griechenland. (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)
    Konkret berichten die Medien über einen Fall im Januar, als ein Tanker - vermutlich auf dem Weg zu einem Ölhafen nahe St. Petersburg - an der Weiterfahrt in der Ostsee gehindert wurde. Das Schiff änderte seinen Kurs und drehte ab. Die Überprüfung der Dokumente zeigte, dass der Tanker unter einer falschen Flagge fuhr und auch die Identifikationsnummer gefälscht war. Seit 2021 steht das Schiff auf einer US-Sanktionsliste. Ein Sprecher der Bundespolizei wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

    Weitere Fälle: Robusteres Auftreten deutscher Behörden

    Nach Informationen von NDR, WDR und SZ haben deutsche Behörden in den vergangenen Monaten darüber hinaus dem russischen Forschungsschiff "Akademik Boris Petrov" die Einfahrt ins deutsche Küstenmeer untersagt. Ein weiterer Fall betrifft den Öltanker "Chariot Tide". Auch dieses Schiff war offenbar unter falscher Flagge unterwegs.
    Auch Finnland, Estland und Polen hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte in der Ostsee ergriffen.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.