Drohnenvorfall in Leipzig
Medienbericht: Bundesregierung plant Maßnahmenpaket gegen Russland

Die Bundesregierung sieht einem Medienbericht zufolge Russland hinter dem Drohnenvorfall in Leipzig und bereitet Strafmaßnahmen vor. Berlin plant demnach, in den kommenden Tagen Moskau offiziell für den versuchten Sprengstoffdrohnenanschlag von Anfang August verantwortlich zu machen.

    Ukrainische Frachtflugzeuge am Flughafen Leipzig/Halle
    Ukrainische Frachtflugzeuge am Flughafen Leipzig/Halle (picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt)
    Wie die "Welt am Sonntag" und das Portal "Politico" melden, sollen gleichzeitig umfangreiche Sanktionen gegen Russland angekündigt werden. Dabei handele es sich um eine Kombination aus direkten Maßnahmen Deutschlands und neuen EU-Sanktionen. Die Ankündigung ist dem Bericht zufolge für Anfang kommender Woche geplant. Ein Regierungssprecher wollte die Informationen dem Bericht zufolge weder bestätigen noch dementieren. Bundeskanzler Merz hatte am vergangenen Donnerstag erklärt, dass die Bundesregierung die Verantwortlichen des Vorfalls in Kürze benennen werde. Bundesinnenminister Dobrindt sprach bislang nur von "fremden Mächten".
    Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen Leipzig gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Berichten zufolge wurden in Leipzig mehrere Drohen eingesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.