Sarajevo
Medienbericht: Hoher Repräsentant in Bosnien-Herzegowina, Schmidt, erklärt Rücktritt

Der Hohe Repräsentant der Staatengemeinschaft in Bosnien-Herzegowina, Schmidt, hat seinen Rücktritt erklärt.

    Der CSU-Politiker Christian Schmidt steht an einem Redepult, im Hintergrund das Emblem OHR für sein Amt.
    Der CSU-Politiker Christian Schmidt hat nach Angaben der FAZ seinen Rücktritt angekündigt. (picture alliance / Anadolu / Samir Jordamovic)
    Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine Mitteilung von Schmidts Behörde. Nach fast fünf Jahren habe der CSU-Politiker beschlossen, seinen Dienst zu beenden. Er werde sein Amt aber weiter ausüben, bis ein Nachfolger gefunden sei.
    Vorausgegangen waren der Zeitung zufolge monatelange Bemühungen der USA, Schmidt als Hohen Repräsentanten abzusetzen. Er wird am Dienstag im UNO-Sicherheitsrat seinen halbjährlichen Bericht über die Lage in Bosnien vorstellen. Nach Angaben der F.A.Z. will er darin mit deutlichen Worten vor einem drohenden Zerfall Bosniens warnen, insbesondere mit Blick auf die Abspaltungsbestrebungen der serbischen Teilrepublik. Deren führender Politiker Dodik hatte zuletzt Rückendeckung von US-Präsident Trump bekommen.
    Das Amt des Hohen Repräsentanten gibt es seit Ende des Krieges in Bosnien im Jahr 1995. Ziel ist die Überwachung der Einhaltung des Friedensvertrages von Dayton, mit dem der Krieg unter Vermittlung der USA beendet wurde. Das Amt wird durch den sogenannten Friedensimplementierungsrat besetzt, einem Zusammenschluss aus 55 Staaten und Organisationen.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.