Film
Medienbericht: Regisseur Jafar Panahi trotz Haftdrohung zurück im Iran

Trotz des Krieges und einer drohenden Haftstrafe ist der renommierte iranische Filmemacher Jafar Panahi in seine Heimat zurückgekehrt. Einem Medienbericht zufolge reiste der 65-Jährige auf dem Landweg über die türkische Grenze ein.

    Der iranische Regisseur Jafar Panahi mit Sonnebrille hält lächelnd seine Auszeichnung nach oben und schaut in die Kamera. Dahinter viele Pressefotografen.
    Jafar Panahi bei den Filmfestspielen von Cannes (Archivbild). (picture alliance / SIPA / JP PARIENTE)
    Ein Gericht hatte Panahi im Dezember in Abwesenheit unter anderem zu einem Jahr Haft verurteilt. Die Anklage lautete "Propaganda gegen das System". Als Beweis wurde vor allem Panahis jüngster und heimlich gedrehter Film "Ein einfacher Unfall" angeführt. Dieser handelt von Rachegelüsten und Fragen nach Gerechtigkeit. Das fiktive Drama gewann 2025 bei den Filmfestspielen in Cannes. Es wurde außerdem für die Golden Globes und die Oscars in diesem Jahr nominiert.
    Panahi saß bereits im Iran im Gefängnis. Seit Jahren unterliegt er Einschränkungen bei beruflicher Tätigkeit und Reisen.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.