Ukraine
Medienbericht: Ukrainischer Geheimdienst soll Anschlag auf pro-russischen Politiker auf der Krim verübt haben

Nach einem Mordanschlag auf einen pro-russischen Politiker auf der Krim gibt es Hinweise auf eine Verwicklung des ukrainischen Geheimdienstes SBU.

13.12.2023
    Oleg Zarjow spricht in ein Mikrofon. An sein Hemd ist ein Georgsband geheftet.
    Der frühere Abgeordnete einer pro-russischen Partei im ukrainischen Parlament, Oleg Zarjow, bei einem Auftritt in der Ostukraine 2014. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Igor Golovniov)
    Es habe sich um eine Spezialoperation des SBU gehandelt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle innerhalb des Geheimdienstes. Der frühere ukrainische Parlamentsabgeordnete Zarjow war in der Nacht durch zwei Schüsse an seinem Wohnort auf der Halbinsel Krim schwer verletzt worden. Das russische Ermittlungskomitee erklärte, es habe Ermittlungen zu dem "Mordversuch" eingeleitet. Medienberichten zufolge gehen die US-Geheimdienste davon aus, dass Moskau zu Kriegsbeginn 2022 anstelle von Präsident Selenskyj den 53-Jährigen als möglichen Anführer einer Marionettenregierung in Kiew installieren wollte.
    Durch schweren russischen Beschuss wurden nach ukrainischen Angaben im Tagesverlauf in der südukrainischen Großstadt Cherson mehrere Menschen verletzt. Über der benachbarten Region Mykolajiw wurden demnach russische Lenkraketen abgefangen. In der nordukrainischen Region Charkiw wurden laut Innenministerium mindestens acht Feuerwehrleute bei einem Angriff auf ihre Wache verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.