
Unter anderem "Stern" und "Bild" lösten die Debatten aus. Demnach soll es in der CDU auf höchster Ebene Überlegungen geben, zum Beispiel den deutlich beliebteren Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Wüst, ins Amt zu heben. Unter "Mitgliedern der obersten Führungsgremien der CDU sowie anderen prominenten Christdemokraten" sei diese Möglichkeit besprochen worden, hieß es. Konkrete Planungen in großer Runde gibt es demzufolge noch nicht.
Merz steht seit Langem in der Kritik, unter anderem wegen schleppender Reformversprechen, wegen seiner Kommunikation und historisch schlechter Umfragewerte für einen Kanzler.
Merz' Umfeld warnt vor "gefährlicher Lust an der Zündelei"
Merz' Umfeld warnte vor einer "gefährlichen Zündelei". Auf Anfrage von Medien ist, ohne konkrete Namen zu nennen, zudem von einer naiven Idee und wüsten Spekulationen die Rede. Sie zeugten nicht nur von einer "gefährlichen Lust an der Zündelei" sondern auch von "bemerkenswerter Unkenntnis der Verfassung und der politischen Realität", berichteten etwa die Funke-Medien. Wer solche Spekulationen anstelle, betreibe das Geschäft der AfD und raube der politischen Mitte die Autorität. Die Stabilität im Bundestag werde gefährdet.
Neben dem 50 Jahre alten Wüst, der schon 2024 als Kanzlerkandidat gehandelt worden war, wird über Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Chef, Söder, und Unionsfraktionschef Spahn, CDU, als Alternative zu Merz gesprochen. Für einen Kanzlerwechsel müsste Merz den Weg für eine Neuwahl selbst frei machen, oder durch den Druck führender Parteifreunde zum Verzicht gebracht werden. Gemeinsam mit der SPD könnten die Abgeordneten von CDU und CSU dann einen neuen Kanzler wählen.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
