Montag, 30. Januar 2023

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Medienquartett: Revolution online

"Du kannst hier festgenommen werden, weil du eine Twitterbotschaft schreibst", hat der chinesische Künstler Ai Wei Wei wenige Tage vor seiner Inhaftierung in einem Interview gesagt. Nichts scheint die Regierung in Peking zurzeit so zu fürchten wie die Kraft des Internets.

Moderation: Christian Floto | 29.04.2011

    Und sie hat allen Grund dazu. Die Jasmin-Revolution in Tunesien, der Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak: Ohne die Aufrufe der Blogger wäre es nicht so weit gekommen. Das Internet schafft neue Räume für Gegenöffentlichkeit, bricht jahrzehntelang zementierte Machtverhältnisse auf.

    Durch Facebook und Twitter entstehen neue Bewegungen jenseits althergebrachter Kontrollinstanzen. Aber auch die alten Machthaber selbst machen sich das Internet zunutze, um die Bürger zu kontrollieren und zu manipulieren. Eine gigantische Kommunikationsmaschinerie ist entstanden. Wie gehen wir damit um?

    Über das Internet und die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Online-Revolution diskutieren:
    - Markus Beckedahl, Chefredakteur netzpolitik.org, Netzaktivist
    - Tissy Bruns, Leitende Redakteurin, Tagesspiegel
    - Hans Janke, ehemaliger Fernsehspielchef und stellvertretender Programmdirektor des ZDF
    - Prof. Dr. Peter Kruse, Organisationspsychologe, Honorarprofessor Universität Bremen