Zeitungen und Privatradios
Medienverbände sehen Presselandschaft weiter gefährdet - trotz Reformplänen der Bundesregierung

Zeitungsverlegern und Medienverbänden gehen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stabilisierung der Presselandschaft in Deutschland nicht weit genug.

    Kiosk mit nationalen und internationalen Zeitungen
    "Gedruckt und digital leistet die Presse täglich einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwesen." (IMAGO / Michael Gstettenbauer / IMAGO / Michael Gstettenbauer)
    Die existenziellen Herausforderungen durch die digitale Transformation würden nicht ausreichend adressiert, teilten der BDZV und der MVFP mit. Zeitungen und Zeitschriften dürften zwar inzwischen im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihrer Leser allein mit digitalen Angeboten erreichen. Die publizistisch wie ökonomisch weiterhin unverzichtbaren gedruckten Ausgaben aber würden durch das unzeitgemäße Pressekartellrecht an nötigen Effizienzgewinnen gehindert.
    Aus Sicht vieler Herausgeber erschwert es nötige Kooperationen von Verlagen im digitalen Zeitalter. Zudem bewertet das Pressekartellrecht aus ihrer Sicht den Wettbewerb oft noch lokal, obwohl Regionalzeitungen längst bundesweit mit digitalen Medien konkurrieren. Ziel des Pressekartellrechts ist der Schutz der Meinungs- und Medienvielfalt. - Das Bundeskabinett hatte diese Woche eine Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen auf den Weg gebracht.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.