Kritische Infrastruktur
Mediziner fordern nach Berliner Stromausfall bessere Vorbereitung auf Krisenfälle in Deutschland

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz mehr Investitionen in den Schutz der kritischen Infrastruktur.

    Die Notaufnahme der Uniklinik Leipzig
    Krankenhäuser sollten besser für Krisensituationen ausgerüstet sein. (IMAGO / lausitznews.de / Erik-Holm Langhof)
    Zwar seien Kliniken in der Regel mit Notstromaggregaten ausgestattet, doch sicherten diese nur für begrenzte Zeit einen Grundbetrieb, sagte Vorstandschef Gaß der Augsburger Allgemeinen. Die geopolitische Lage und die Anschläge in Berlin machten unmissverständlich klar, dass Resilienz und Sicherheit dauerhaft fester Bestandteil der Krankenhausstrukturen sein müssten. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, betonte in der Neuen Osnabrücker Zeitung, auf einen Angriff mit Tausenden Opfern sei Deutschland nicht ansatzweise vorbereitet. Vier Jahre nach Russlands Überfall auf die Ukraine gebe es immer noch kein Konzept des Bundes zur optimalen Nutzung aller ärztlichen Strukturen inklusive Praxen im Notfall.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.