
Das Innenministerium in Ankara gab die Zahl der Festgenommenen mit 1.133 an. Darunter waren mindestens neun Reporter und Fotografen, die über die Proteste berichtet hatten. Für den Abend riefen die Unterstützer Imamoglus zu erneuten Demonstrationen auf.
Bundeskanzler Scholz bezeichnete die Festnahme Imamoglus als "absolut inakzeptabel". Regierungssprecher Hebestreit teilte mit, man beobachte die Entwicklung in der Türkei mit großer Sorge. Die Vorgänge seien ein schlechtes Zeichen für die Demokratie in dem Land, aber auch für die weitere Entwicklung der europäisch-türkischen Beziehungen.
Imamoglu gilt als wichtigster Rivale von Präsident Erdogan. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm werden Korruption und Terrorunterstützung vorgeworfen. Er bestreitet dies und wirft Erdogan vor, ihn als Konkurrenten ausschalten zu wollen.
Diese Nachricht wurde am 24.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
