Bericht von Aktivisten
Mehr als 100 Menschen bei Luftangriff im Sudan getötet

Im Sudan sind bei einem Luftangriff der Armee auf einen Markt nach Angaben von Aktivisten mehr als 100 Menschen getötet worden.

    Ein vom Krieg zerstörtes Haus in Khartoum, Sudan
    Die Menschen im Sudan erleben seit Jahren Krieg und Gewalt (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Marwan Ali)
    Zudem gebe es zahlreiche weitere Verletzte, teilte das sogenannte Komitee der Pro-Demokratie-Anwälte mit, das Menschenrechtsverletzungen in dem nordostafrikanischen Land dokumentiert. Unter den Opfern in der Stadt Kabkabiya in der Region Nord-Darfur seien auch mehrere Kinder. Die Stadt wird seit Mai von der RSF-Miliz kontrolliert. Das Anwalts-Komitee warf der Armee weitere Angriffe mit zivilen Opfern in der Region vor.
    Im Sudan herrscht seit April 2023 Bürgerkrieg. Dabei stehen sich die Armee und die para-militärischen RSF-Milizen gegenüber. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht vor den Kämpfen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerk haben allein in der vergangenen Woche mehr als 20.000 Sudanesen die Grenze zum Nachbarland Südsudan überquert.
    Diese Nachricht wurde am 10.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.