Nach Ausschreitungen
Mehr als 38.000 Malawier haben Südafrika wegen fremdenfeindlicher Gewalt verlassen

Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben in den vergangenen Wochen mehr als 38.000 Malawier das Land verlassen.

    Johannesburg: Demonstranten protestieren gegen illegale Einwanderung.
    Tausende Meschen protestierten gegen die Einwanderungspolitik in Südafrika. (Themba Hadebe / AP / dpa / Themba Hadebe)
    Nach Angaben des malawischen Katastrophenschutzes wurden sie mit Bussen in ihre Heimat zurückgeholt. Sechs zuvor erkrankte Menschen seien wegen der Strapazen der Heimreise gestorben.
    Die mosambikanische Regierung teilte mit, zwei ihrer Bürger seien nahe der südafrikanischen Stadt Johannesburg bei fremdenfeindlichen Ausschreitungen getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden. Die südafrikanische Polizei bestätigte die Todesfälle bislang nicht.
    In den vergangenen Wochen war es in Südafrika landesweit zu ausländerfeindlichen Demonstrationen gekommen. Die Teilnehmer verlangen die Ausweisung von irregulär eingereisten Migranten. Offiziellen Zahlen zufolge machen Migranten rund vier Prozent der Bevölkerung in Südafrika aus, die Dunkelziffer wird jedoch höher geschätzt.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.