
Im EU-Durchschnitt liegt die Quote bei 18,8 Prozent.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist die Überbelegungsquote in Deutschland innerhalb von fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Vor allem Menschen, die in einem Haushalt mit Kindern leben, hatten häufig zu wenig Wohnraum zur Verfügung.
Besonders betroffen waren 2025 außerdem Erwachsene mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Sie lebten fünfmal so häufig in überbelegten Wohnungen wie Über-18-Jährige mit deutschem Pass.
Besonders betroffen: armutsgefährdete Personen
Zu den am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppen gehörten außerdem armutsgefährdete Personen. Auch wohnten Kinder und Jugendliche häufiger beengt als Personen ab 65 Jahren.
In einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes heißt es, die Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum werde für viele immer schwerer. Das gelte vor allem für jene, die mehr Platz brauchten.
Was bedeutet "Überbelegung"?
Eine Wohnung gilt laut Statistischem Bundesamt als "überbelegt", wenn darin zum Beispiel kein Gemeinschaftsraum zur Verfügung steht oder weniger als ein Raum pro Paar und pro weiterer volljähriger Person vorhanden ist. Bei Paaren mit Kindern sollten sich maximal zwei Kinder unter zwölf Jahren ein Zimmer teilen, bei älteren Kindern unterschiedlichen Geschlechts sollte je ein eigener Raum zur Verfügung stehen. Andernfalls werden auch sie in der Statistik als "überbelegt" erfasst.
Rumänien hat Überbelegungsquote von 40 Prozent
Europaweit ist die Überbelegungsquote allerdings im Schnitt höher als in Deutschland. Nach Berechnungen der EU-Statistikbehörde Eurostat lag sie 2025 bei 16,8 Prozent. An der Spitze lagen Rumänien mit 40,4 Prozent und Lettland mit 38,9 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
