"Glücksspiel-Survey 2025"
Mehr als jeder Dritte in Deutschland spielt gelegentlich um Geld

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hat sich im Zeitraum eines Jahres an Glücksspielen um Geld beteiligt. Vor allem junge Männer haben ein erhöhtes Suchtrisiko, wie aus dem sogenannten "Glücksspielsurvey 2025" hervorgeht.

    Zu sehen ist ein bunter Handybildschirm mit verschiedenen Symbolen. Ein Spieler, von dem nur dessen Daumen zu sehen ist, spielt via App ein Online-Glücksspiel.
    Der "Gücksspiel-Survey" wird alle zwei Jahre erhoben. (IMAGO / ZUMA Press Wire / Algi Febri Sugita)
    Darin gaben über 36 Prozent der Befragten an, in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal gespielt zu haben. Mehr als ein Zehntel erklärte, mindestens einmal pro Woche an Glücksspiel teilgenommen zu haben. Männer spielten demnach häufiger als Frauen; auch mit zunehmendem Alter stieg der Anteil der Glücksspieler an.
    Bei 2,2 Prozent der 18- bis 70-jährigen Befragten stellte die Analyse eine Glücksspielstörung fest. Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Auch das Alter spielt eine Rolle.
    Am höchsten war der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit einer Störung mit 4,6 Prozent unter den 18- bis 25-Jährigen, während er mit 0,8 Prozent unter den 56- bis 70-Jährigen eher gering ausfiel.

    Automatenspiele und Live-Wetten

    Die höchsten Anteile von Menschen mit Störung finden sich den Angaben zufolge unter Spielerinnen und Spielern virtueller Automatenspiele (32,5 Prozent), von Geld- (23,4 Prozent) und Glücksspielautomaten (28,1 Prozent) sowie Live-Sportwetten (27,0 Prozent). 
    Im Vergleich zu den vorangegangenen Erhebungen der Jahre 2021 und 2023 habe sich das Glücksspielverhalten der Deutschen kaum verändert, hieß es weiter.
    Insgesamt wurden von August bis November vergangenen Jahres 12.340 Menschen befragt.
    Die Untersuchung des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung und der Universität Bremen wird vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert.
    Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.