
Das teilten die Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedsstaaten mit. Europa soll dadurch weniger abhängig von einzelnen Lieferanten und der Herstellung außerhalb des Kontinents werden. Ein Baustein der neuen Regeln betrifft die Vergabe öffentlicher Aufträge. Im Fall von wichtigen Arzneimitteln sollen hierbei künftig grundsätzlich in Europa hergestellte Medikamente bevorzugt werden. So sollen Anreize für sichere Lieferketten geschaffen werden. Ziel ist es auch, sogenannte strategische Projekte schneller zu genehmigen und zu fördern.
In Europa kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Engpässen bei Medikamenten. Dies galt etwa für Schmerzmittel, Antibiotika oder Fiebersäfte für Kinder. Nach EU-Angaben aus dem vergangenen Jahr stammen etwa 80 bis 90 Prozent der Medikamente aus Asien, vor allem aus China.
Bevor die Regeln in Kraft treten können, müssen sie noch vom Europaparlament und den EU-Staaten bestätigt werden.
Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
