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Mehr Wissen über das Universum

In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das Mount Wilson Observatory das Forschungszentrum für Astronomen. Mit Hilfe des 1917 fertig gestellten 2,5-Meter-Teleskops konnte Edwin Hubble bestätigen, dass der Andromedanebel eine eigenständige Galaxie ist – weit entfernt vom Milchstraßensystem. Diese Entdeckung war für die damalige Zeit eine Revolution. Wenige Jahre später entdeckte Hubble, dass sich das Universum immer weiter ausdehnt.

    Am 20. Dezember 1904 hatte man das Mount Wilson Observatory in der Nähe von Los Angeles fertig gestellt. Bauherr und späterer Direktor war George Ellery Hale, der zuvor bereits das Yerkes Observatory in Wisconsin gebaut hatte.

    Viele wichtige astronomische Entdeckungen des 20. Jahrhunderts machte man auf Mount Wilson. Hale arbeitete selbst am Sonnenteleskop und entdeckte dabei, dass die Sonne ein Magnetfeld hat. Der deutsch-amerikanische Physiker Albert Michelson führte ein Experiment auf Mount Wilson durch, mit dem ihm die bis dahin genaueste Messung der Lichtgeschwindigkeit gelang. Auch nutzte er das 2,5-Meter-Teleskop in einer neuen Technik. Dabei kombinierte er die Bilder von zwei oder mehreren Teleskopen und erzeugte so scharfe Abbildungen, wie es spätere Riesenteleskope lieferten.

    Heute gibt es auf Mount Wilson mehrere Teleskope, die nach dieser Technik arbeiten. Obwohl es längst nicht mehr das größte Teleskop der Welt ist, bleibt das 2,5-Meter-Teleskop weiterhin im Einsatz und trägt nach wie vor zu den legendären Entdeckungen von Mount Wilson bei.