Studie
Mehr Wohlbefinden bei jüngeren Menschen durch weniger Social-Media-Konsum

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Ulm wirkt sich ein geringerer Social-Media-Konsum bei jüngeren Menschen positiv auf die physische Gesundheit aus. Der Effekt ist demnach bereits nach wenigen Wochen sichtbar.

    Das Bild zeigt eine Jugendliche von der Seite, die aufrecht auf ihrem Bett sitzt und in ihr Handy schaut.
    Laut einer neuen Studie führt weniger Social-Media-Konsum bei jüngeren Menschen zu mehr Wohlbefinden. (picture alliance | Phanie | VOISIN/PHANIE)
    Vor Studienbeginn waren die Teilnehmenden durchschnittlich mindestens vier Stunden pro Tag auf Sozialen Medien aktiv. Nachdem sie ihre tägliche Social-​Media-Nutzung über vier Wochen reduziert hatten, berichteten sie von einem höheren Wohlbefinden, weniger Schlafproblemen und weniger Stressempfinden im Vergleich zu vorher. Die Studie liefere damit erste Hinweise darauf, dass bereits eine zeitweise Reduzierung positive Auswirkungen haben kann, betonte der Ärztliche Direktor der Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Ulm, Fegert. Umso wichtiger sei es deswegen, junge Menschen langfristig bei einem bewussten Umgang mit Sozialen Medien und dem Handy zu unterstützen.

    Am besten nur eine Stunde Handynutzung am Tag

    Besondere Effekte zeigten sich in einer kleineren Gruppe, die den Konsum auf durchschnittlich maximal eine Stunde pro Tag reduzierte. Dort habe auch die Häufigkeit von Angst​ und depressiven Symptomen signifikant abgenommen, hieß es.
    Die Ergebnisse seien Teil einer umfangreicheren und länger angelegten Social-​Media-Detox-Studie, erklärte das Universitätsklinikum Ulm auf seiner Homepage. Die bundesweite Untersuchung wird von der Baden-​Württemberg Stiftung gefördert. Teilgenommen hatten den Angaben zufolge 131 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.