Vor Landtagswahlen
Führende CDU-Politiker warnen vor Zusammenarbeit mit AfD

Rund drei Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in Umfragen weiter vorne. Es drohen schwierige Mehrheitsverhältnisse. Führende CDU-Politiker haben ihre Partei nun erneut vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt.

    Partei-Anstecker mit Logos von CDU und AfD liegen auf einer Holzplatte
    Die CDU hat per Parteitagsbeschluss Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. (picture alliance / Chromorange / Christian Ohde)
    In dem Moment, in dem Christdemokraten der AfD die Hand reichten, sei die CDU kaputt, sagte der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels, Radtke, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Laumann sagte der Zeitung, die AfD wolle all das zerstören, wofür die Union seit Adenauer stehe: "die europäische Einheit, die Westbindung, die NATO." Ähnlich äußerten sich der Hamburger CDU-Vorsitzende Thering sowie NRW-Innenminister Reul.
    Die AfD liegt in allen ostdeutschen Bundesländern in Umfragen vorn. In Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt soll heute ein CDU-Parteitag das Programm zur Landtagswahl am 6. September beschließen. In Magdeburg regiert derzeit eine Koalition aus CDU, SPD und FDP unter Ministerpräsident Schulze.
    In Mecklenburg-Vorpommern soll Ministerpräsidentin Schwesig heute auf einem SPD-Landesparteitag in Wismar zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 20. September gekürt werden. Sie führt in Schwerin derzeit eine Koalition aus Sozialdemokraten und Linken.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.