Archiv

Menschenrechtsorganisationen
Mehrere russische Oppositionelle an unbekannte Orte verlegt

In Russland sind fünf inhaftierte Oppositionelle an bislang unbekannte Orte verlegt worden.

    Ilja Jaschin (l), Oppositionsaktivist und ehemaliger Abgeordneter aus Russland, steht in einem Glaskäfig in einem Gerichtssaal.
    lja Jaschin (l), Oppositionsaktivist und ehemaliger Abgeordneter aus Russland (Alexander Zemlianichenko/AP/dpa)
    Das berichten Anwälte der Häftlinge und Menschenrechtsorganisationen. Demnach wurden unter anderem zwei ehemalige Mitarbeiterinnen des gestorbenen Kremlkritikers Nawalny verlegt. Gefängnisbeamte hätten sich geweigert, ihren Anwälten den Grund der Maßnahme und den neuen Aufenthaltsort mitzuteilen, hieß es. Auch der frühere Ko-Vorsitzende der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Menschenrechtsorganisation Memorial, Orlow, wurde den Angaben zufolge an einen unbekannten Ort gebracht.
    Die russische Justiz gilt als nicht unabhängig. Urteile gegen Oppositionelle werden im Westen meist als willkürlich betrachtet.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.