
Die in Berlin vorgestellte Jahresstatistik des Medizinischen Dienstes dokumentiert mehr als 3.700 Fälle. Bei Behandlungsfehlern gebe es außerdem eine hohe Dunkelziffer, da es in Deutschland keine verbindliche Erfassung von Fehlern in der Medizin gebe, heißt es weiter. Wissenschaftlichen Studien zufolge sei davon auszugehen, dass nur drei Prozent der vermeidbaren Schadensfälle nachverfolgt und statistisch erfasst würden.
Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Brysch, kritisierte, dass die Mitwirkung an den Meldesystemen zur Erfassung kritischer Ereignisse bislang nur freiwillig sei. Arztpraxen und Krankenhäuser müssten zur aktiven Mitwirkung verpflichtet werden, erklärte er.
Diese Nachricht wurde am 30.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
