Geld gegen Aufnahmeverzicht
Mehrheit der Afghanen lehnt Angebot der Bundesregierung ab

Etwa ein Viertel der von der Bundesregierung abgelehnten Afghanen in Pakistan hat sich entschieden, ein alternatives Unterstützungsangebot anzunehmen.

    Ein geflüchteter Afghane steht in Pakistan an einem Grenzübergang. Er trägt einen Gegenstand, der in ein Tuch eingehüllt ist und blickt dabei in die Kamera.
    Hunderten Ortskräften in Pakistan droht die Abschiebung nach Afghanistan. (picture alliance | Associated Press | Ebrahim Noroozi (Bild von 2023))
    Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Im Dezember hatte die Regierung mehr als 650 Menschen aus Afganistan trotz ursprünglicher Zusage die Einreise nach Deutschland verweigert, ihnen jedoch eine finanzielle Unterstützung angeboten. 167 Betroffene nahmen das Angebot den Angaben zufolge an, mehr als 350 lehnten es ab. Weitere seien noch unentschlossen. Je nach Fall sollen mehrere Tausend Euro für den freiwilligen Ausstieg aus dem Aufnahmeprogramm gezahlt werden.
    Bundesinnenminister Dobrindt hatte nach seinem Amtsantritt alle Aufnahmeverfahren erneut prüfen lassen. Mehrere ehemalige afghanische Ortskräfte und Menschen aus dem Bundesaufnahmeprogramm hatten sich ihre Einreise in den vergangenen Monaten rechtlich erstritten.
    Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.