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Mein Klassiker "Die Verflechtung von Firma und Familie ist brutal"

John von Düffel wird die Analogie zum nassen Element nicht mehr los: Seit seinem Roman "Vom Wasser" und seinem Essay "Ich schwimme, also schreibe ich" ist das Nass zu seinem persönlichen Klassiker geworden. Für die Corso-Reihe hat er sich aber "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann ausgesucht.

Von John von Düffel | 09.08.2016

Der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel
Der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel (Deutschlandradio - Andreas Buron)
Fünf Zimmer, Pool, beste Wohnlage, abgeschieden wie in einem Naturschutzgebiet - ein Haus mit viel Geschichte. Literaturgeschichte. Hier entstanden Klassiker wie "Doktor Faustus" und angeblich der letzte Teil von "Josef und seine Brüder". Die Rede ist von Thomas Mann Villa in Los Angeles, in der er mehr als zehn Jahre im Exil lebte. Und während andere deutsche Exilanten wie Bertold Brecht mit der amerikanischen Stadt haderten, das Fremde beklagten, liebte Mann sein vom deutschen Architekten Davidson gebautes Haus. Jetzt steht es zum Verkauf - 15 Millionen Dollar soll es kosten. Schon fürchten viele, der neue Besitzer könnte das Gebäude abreißen und die Erinnerung an Thomas Mann damit dem Erdboden gleich machen. Wie gut, dass wir andere Möglichkeiten haben den Schriftsteller zu würdigen.
John von Düffel, Autor und begeisterter Schwimmer, hat gerade ein neues Werk vorgelegt: "Gebrauchsanleitung zum Schwimmen" und hat neben seiner Leidenschaft für den Schwimmsport auch viel Sinn für die Werke des Literaturpreisträgers Thomas Mann, wie er in unserem heutigen Klassiker verrät.
Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.