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Rechtsmediziner der Universität Göttingen haben über 100 tote Babys obduziert und dabei in jedem dritten Körper Botulismus-Gift im Darm, im Blut oder in der Leber nachgewiesen. Das Gift wird von dem Bakterium Clostridium botulinum produziert. Die Erreger kommen häufig in Biomüll vor. Die Forscher vermuten, dass die Sporen über die Luft übertragen werden. Schon kleinste Mengen können die Muskeln des Babys lähmen und zum Erstickungstod führen. Die Göttinger Studie ist unter Fachleuten umstritten. Rechtsmediziner der Universität Münster weisen darauf hin, dass die bisherigen Studien zu Botulismus und Plötzlichem Kindstod zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt haben. Die Rechtsmediziner vermuten, dass mehrere Faktoren zum Tod der Neugeborenen führen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert zu dem Thema in Münster eine Langzeitstudie, die noch zwei oder drei Jahre laufen wird.

    [Quelle: kar]