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Die Blüten der Ingwerpflanze sind sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Geschlechtsorganen ausgestattet. Der weibliche Blütenteil, der sogenannte Stempel, ragt vormittags hoch über die männlichen Staubgefäße hinaus und gelangt dabei nahe an die Blütenblätter. In dieser Position ist er für die Bestäubung durch Insekten unerreichbar. Am Nachmittag neigt sich der Stempel und kann leicht befruchtet werden. Zu diesem Zeitpunkt haben die Staubgefäße derselben Blüte ihr Pulver längst verschossen. Durch diesen raffinierten Zeitplan ist gewährleistet, das sich die Ingwerpflanzen nicht selbst befruchten. Diese ungewöhnliche Vermehrungsstrategie entdeckte der chinesische Botaniker Quin-jun Li. Er veröffentlichte seine Ergebnisse in der Zeitschrift Nature.

    [Quelle: krb]