Forschung Aktuell

Dienstag, 23. Dezember 2014

Klimaforschung Passatwinde könnten Klimawandel bremsen

Anhand von Bohrkernen aus pazifischen Korallen haben Forscher aus den USA und Großbritannien die Windverhältnisse zwischen 1894 und 1982 rekonstruiert. Die Korallen nehmen während ihres Wachstums Mineralien aus der Umgebung auf. Besonders starke pazifischen Passatwinde wirbeln Mangan vom Meeresboden auf. Die Mangankonzentration eines bestimmten Zeitraums kann im Skelett der Korallen abgelesen werden.

Im Fachblatt "Nature Geoscience" korrelierten die Wissenschaftler die Mangansignatur in den Korallen mit Veränderungen der Lufttemperatur des letzten Jahrhunderts. Das Ergebnis: Während des verhältnismäßig starken Temperaturanstiegs zwischen 1910 und 1940 waren die Passatwinde besonders schwach. Von 1940 bis 1970 dagegen stagnierte der globale Temperaturanstieg – und die Passatwinde bliesen wieder stärker.

Die Forscher vermuten, dass starke Passatwinde auch heute die Erderwärmung bremsen. Wenn sie wieder abnehmen, könnte auch die Temperatur wieder schneller ansteigen. (hell)

(Quelle: Nature Geoscience, doi: 10.1038/NGEO2321)

Alle Meldungen

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk

MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Forschung Aktuell