Forschung Aktuell

Montag, 27. April 2015

Biologie Forscher haben das Hummel-Genom entschlüsselt...

... und das Erbgut der Hummel mit dem Genom der Honigbiene verglichen. Beide Insekten sind für die Bestäubung von Nutzpflanzen wichtig, leiden aber stark unter dem Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Im Genom von zwei auch kommerziell bedeutenden Hummelarten, der Europäischen Erdhummel und einer amerikanischen Verwandten, suchten die Forscher von der ETH Zürich deshalb nach Hinweisen darauf, was die Tiere so sensibel gegenüber Umweltgiften macht. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass Hummeln nur sehr wenige Gene besitzen, die die Entgiftung des Körpers regulieren. Auch für das Immunsystem sind nur etwa 150 der insgesamt 20.000 Gene verantwortlich, schreiben die Forscher im Fachblatt "Genome Biology".

Besonders groß ist bei Hummeln dagegen das genetische Repertoire für die Geschmacksbildung. Dafür ist der Geruchssinn vergleichsweise schwach vertreten. Die entspricht auch der Lebensweise der Hummeln. Sie suchen die passende Nahrung, indem sie jede Blüte mit der Zunge testen. Im Gegensatz zur Honigbiene, die ihre Nahrung am Geruch erkennt. [mas]

(Quelle: Genome Biology - doi:10.1186/s13059-015-0628-y)

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