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Mittwoch, 21. Januar 2009

Biologie Das Ohr kann sich vor Lärm schützen.

Ein internationales Forscherteam hat bei Versuchen mit Mäusen einen Mechanismus entdeckt, der die Hörempfindlichkeit herabsetzt. In der Zeitschrift "PLoS Biology" beschreiben sie ein bestimmtes Protein, das auf sensorischen Haarzellen im Innenohr sitzt. Wenn dieses Protein, namens nAChR, Nervensignale aus dem Gehirn empfängt, bremst es die Aktivität der Haarzellen und das Ohr hört schlechter. Die Forscher untersuchten nun Mäuse deren nAChR-Protein genetisch so verändert war, dass es die Aktivität der Haarzellen dauerhaft drosselte. Die Tiere hörten dadurch, wie erwartet, leise Töne schlechter. Bei einer Beschallung mit 100 Dezibel wurde das Gehör der Tiere allerdings auch weniger stark beschädigt als das normaler Artgenossen. Nach Ansicht der Forscher könnte das Protein bei der Entwicklung von Medikamenten zum Schutz vor Hörschäden helfen. //[seyn]//

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