Italien
Meloni "angewidert" von frauenfeindlichem Internet-Skandal

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat den erneut frauenfeindlichen Skandal um Fotos im Internet verurteilt.

    Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni gestikuliert auf einer Pressekonferenz.
    Italiens Regierungschefin Meloni. (Archivbild) (AP/Alessandra Tarantino)
    Sie sagte der Zeitung Corriere della Sera, sie sei angewidert, und sprach allen Betroffenen ihre Solidarität aus. Man dürfe das nicht hinnehmen. Die Frauen sollten Anzeige erstatten. Die Behörden sollten die Verantwortlichen "mit aller Härte und ohne Nachsicht" bestrafen. 
    Vor kurzem war bekannt geworden, dass auf einer Plattform mit Hunderttausenden Nutzern jahrelang Fotos von Frauen gesammelt wurden, ohne deren Zustimmung. Die Bilder wurden teils pornografisch bearbeitet und obszön oder mit Gewaltfantsien kommentiert. Betroffen waren auch Meloni, ihre Schwester, weitere Politikerinnen und Promis. In Italien gab es zuletzt schon ähnliche frauenfeindliche Vorfälle. Zum Beispiel wurde eine Facebook-Gruppe namens "Meine Frau" enthüllt. Da hatten mehr als 30.000 Männer heimlich Fotos ihrer Partnerinnen hochgeladen.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.