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Staatsbesuch
Meloni in Peking - Annäherung nach Seidenstraßen-Ausstieg

Italien und China wollen sich nach Verstimmungen über den italienischen Rückzug aus dem Seidenstraßen-Projekt wieder annähern.

    Die beiden treten in einem Raum durch eine Tür.
    Italiens Ministerpräsidentin Meloni und Chinas Stataschef Xi. (Vincent Thian / Pool AP / AP / dpa / Vincent Thian)
    Die italienische Ministerpräsidentin Meloni sagte bei einem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi in Peking, China sei angesichts der zunehmenden internationalen Konflikte ein wichtiger Gesprächspartner. Man müsse über die jeweiligen Standpunkte hinaus darüber nachdenken, wie man Stabilität, Frieden und Freihandel sichern könne. Chinas Staatschef Xi sagte, beide Seiten hielten Toleranz sowie Vertrauen und Respekt füreinander aufrecht, wobei jede Seite ihren eigenen Entwicklungsweg wähle.
    Die Beziehungen zwischen Italien und China waren zuletzt von Unstimmigkeiten geprägt. Im Dezember hatte Meloni den Ausstieg ihres Landes aus dem chinesischen Seidenstraßen-Projekt mit Milliardeninvestitionen in Infrastrukturvorhaben weltweit verkündet. Italien war als einziger G-7-Staat in das Projekt involviert. Als Grund für Italiens Ausstieg gilt, dass sich die mit der Partnerschaft verbundenen wirtschaftlichen Hoffnungen nicht erfüllten.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.