Wirtschaftsgipfel
Meloni offen für gemeinsame EU-Schulden - Merz für mehr Deregulierung

Italiens rechtsgerichtete Ministerpräsidentin Meloni hat ihre Bereitschaft zur Aufnahme gemeinsamer Schulden in der Europäischen Union bekräftigt.

    Italiens Ministerpräsident Meloni steht vor Journalisten und gibt ein Statement.
    Italiens Ministerpräsidentin Meloni beim Wirtschaftsgipfel auf Schloss Alden in Belgien. (picture alliance / Wiktor Dabkowski / Wiktor Dabkowski)
    Persönlich sei sie dafür, sagte sie beim informellen EU-Wirtschaftsgipfel im belgischen Schloss Alden Biesen. Das Thema der Eurobonds sei jedoch eine der am stärksten spaltenden Debatten unter ihren europäischen Kollegen. Frankreichs Präsident Macron hatte zuletzt erneut gemeinsame Schulden gefordert. Die Bundesregierung wies dies zurück. Bundeskanzler Merz dringt auf eine entschlossene Deregulierung in Europa. Auch der frühere Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, unterstrich, damit könne man mehr Wettbewerbsfähigkeit erreichen. Im Deutschlandfunk sagte er, es müsse etwa möglich sein, dass deutsche Firmen und auch Verbraucher direkte Stromverträge mit ausländischen Anbietern schließen könnten, um günstigeren Strom zu beziehen. Auch seien Änderungen bei EU-Regeln für Klimaschutz und Artenschutz notwendig. Zudem warb er für Handelsabkommen und den weiteren Ausbau des Binnenmarktes.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.