Sarajevo
"Menschen-Safaris" im Bosnien-Krieg: Österreich nimmt Ermittlungen gegen zwei Verdächtige auf

Nach Berichten über reiche Ausländer, die im Bosnien-Krieg vor 30 Jahren Geld gezahlen haben sollen, um Zivilisten zu erschießen, sind auch in Österreich Ermittlungen aufgenommen worden.

    Blick auf Sarajevo.
    "Dass Menschen offenbar dafür bezahlt haben sollen, gezielt auf Zivilistinnen und Zivilisten, sogar auf Kinder, zu schießen, ist kaum vorstellbar in seiner Grausamkeit." (Archivbild) (picture alliance / AP Photo)
    Wie das Justizministerium in Wien mitteilte, richten sie sich gegen einen Staatsbürger und einen bislang nicht identifizierten Verdächtigen. In Italien und Bosnien-Herzegowina laufen bereits Ermittlungen. Zeugen zufolge haben zahlreiche Menschen als sogenannte Scharfschützen-Touristen in den 90er Jahren aus sicherer Entfernung Jagd auf Zivilisten in den Straßen der damals belagerten Hauptstadt Sarajevo gemacht. Sie sollen bosnisch-serbischen Streitkräften hohe Summen gezahlt haben, damit sie ihnen die Kriegsverbrechen ermöglichten.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.