
Die Räumung der Häuser von 10.000 Familien in der Gegend verstoße sowohl gegen nationales auch als internationales Recht, hieß es in einem Bericht von Amnesty International. Die vertriebenen Menschen hätten wenig oder gar keine Entschädigung erhalten. An den beiden Orten, an denen sie wieder angesiedelt wurden, gebe es nicht ausreichend Straßen, Wasser, Strom und Sanitäranlagen. Amnesty International berichtet, dass rund 100 Betroffene in Interviews erklärt hätten, sie seien zum Umzug gezwungen worden. Nach Darstellung der kambodschanischen Regierung verließen die Bewohner ihre Dörfer freiwillig.
Kambodschas Regierung will den Tourismus rund um Angkor Wat ausbauen und lässt dafür die Dörfer räumen. Die jahrhundertealte Tempelanlage wurde 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, unter anderem auch, um sie vor den sich ausbreitenden Siedlungen zu schützen.
