Asylbewerber
Menschenrechtler werfen Italien Grundrechtsverletzungen vor

Die Menschenrechtsorganisation International Rescue Committee hat Italien schwere Verletzungen der Grundrechte von Asylsuchenden vorgeworfen.

17.04.2024
    Männer im Flüchtlingslager auf Lampedusa am 10. Juli 2022.
    Menschen im Flüchtlingslager auf Lampedusa (Archivbild) (AFP / Alessandro SERRANO)
    Migranten müssen laut einem Bericht der Organisation tagelang vor Verwaltungszentren ausharren, um einen Termin zu bekommen. Dabei hätten sie teilweise keinen Zugang zu Trinkwasser oder Essen. Asylsuchende müssten wegen der schleppenden Verfahren bis zu acht Monate auf der Straße leben. Die Regierung von Ministerpräsidentin Meloni beschränke den Zugang zu Asyl, heißt es in dem Bericht weiter. Italien wolle Einwanderung verhindern anstatt das Auffangsystem zu verbessern.
    Auch andere Menschenrechtsorganisationen werfen Italiens Einwanderungsbehörden Grundrechtsverstöße vor. Sie kritisieren zudem ein Abkommen mit der albanischen Regierung. Italien will in dem Nachbarland Auffangzentren für bis zu 3.000 Menschen errichten.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.