
Konzernchef Källenius sagte dem Wall Street Journal, die Welt sei unberechenbarer geworden. Es sei völlig klar, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen müsse. Sollte Mercedes dabei eine positive Rolle spielen können, wäre man dazu bereit. Ein solcher Schritt müsse jedoch wirtschaftlich sinnvoll sein. Rüstungsgeschäfte könnten eine wachsende Nische des Unternehmens sein.
Angesichts steigender Militärausgaben in Europa rückt die Rüstungsindustrie zunehmend als mögliches Wachstumsfeld in den Fokus deutscher Unternehmen. Ende April hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Volkswagen mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Systems über die Umrüstung seines Werks in Osnabrück für die Produktion von Raketenabwehrsystemen verhandele. VW wies Pläne zum Bau von Waffen jedoch zurück. Anfang der Woche hatte der Rüstungskonzern Rheinmetall eine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zur Entwicklung eines Drohnen-Abwehrschilds bekanntgegeben.
Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
