Freihandel mit Südamerika
Mercosur-Handelsabkommen offenbar kurz vor Abschluss

Vor der EU-Abstimmung über den Mercosur-Freihandelsvertrag ist Italien von seinem Widerstand gegen die Vereinbarung abgerückt. Der italienische Außenminister Tajani lobte die "enormen Vorteile" des Abkommens und Landwirtschaftsminister Lollobrigida erklärte sein Land werde "selbstverständlich" die Unterzeichnung bewilligen.

    Das Logo des Mercosur ist an einer Wand hinter Flaggen der Mercosur-Mietglieder am Rande des Gipfels des Wirtschaftsbündnisses zu sehen.
    Das Logo des Mercosur ist an einer Wand hinter Flaggen der Mercosur-Mietglieder am Rande des Gipfels des Wirtschaftsbündnisses zu sehen. (picture alliance/dpa | Santiago Mazzarovich)
    Beide betonten zugleich die von Rom gestellten Bedingungen dafür. So sollen die Ausgaben für die italienischen Bauern im Zeitraum 2028 bis 2034 statt gekürzt erhöht werden. Neben Italien hatten auch Polen, Ungarn und Frankreich immer wieder Bedenken gegen das Mercosur-Abkommen angemeldet. Zusammen haben diese vier Länder eine Sperrminorität im Rat der 27 EU-Staaten und könnten die Verabschiedung am Freitag verhindern.
    Die EU-Kommission und eine Großzahl der EU-Länder, allen voran Deutschland, wollen das Mercosur-Abkommen nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen noch in diesem Monat zum Abschluss bringen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will am Montag zur Unterzeichnung nach Paraguay reisen.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.