Koalition
Merkel ruft zu mehr Toleranz für Debatten innerhalb der Bundesregierung auf

Altbundeskanzlerin Merkel ruft zu mehr Toleranz gegenüber Meinungsverschiedenheiten in der Bundesregierung auf. Merkel sagte dem Magazin "Focus", eine Debatte werde heute immer sofort 'Streit' genannt.

    Berlin: Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin a.D., spricht während eines Talks "Stern Stunde" in der Bertelsmann Repräsentanz.
    Die frühere Kanzlerin Merkel wirbt für mehr Toleranz gegenüber Debatten in der Bundesregierung. (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Christoph Gollnow)
    Politiker müssten klarmachen, dass es keine Lösungsfindung gebe, die nicht über irgendeine Debatte gehe. Es sei schier ausgeschlossen, dass in einer Koalition bei komplexen Themen wie der Gesundheitsreform nur gleiche Meinungen herrschten. Das seien Meinungsfindungen, und die fänden im öffentlichen Raum statt. Damit müsse man dann verantwortungsvoll umgehen - und nicht immer skandalisieren. Die Bürger sollten mit Maß und Mitte zu ermessen versuchen, was die Regierung schon geschafft habe.
    Die schwarz-rote Koalition ist seit gut einem Jahr im Amt. Zuletzt hatten Politiker von CDU und SPD gleichermaßen beklagt, dass es zuviel Streit gebe.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.