Berlin
Merz "befremdet" über den öffentlichen Schlagabtausch in der Koalition

In der koalitionsinternen Debatte über den Umgang mit den hohen Energiekosten hat Bundeskanzler Merz Wirtschaftsministerin Reiche Berichten zufolge zur Zurückhaltung aufgefordert.

    Regierungschef Friedrich Merz (CDU) am 25. März 2026 bei der Befragung des Bundeskanzlers im Bundestag
    Regierungschef Friedrich Merz (CDU) hat mit Aussagen bei der Befragung des Bundeskanzlers im Bundestag Kritik ausgelöst. (imago / Political-Moments )
    Mehrere Medien zitieren aus dem Umfeld des Kanzlers, dieser sei befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch. Es gehe jetzt um das Land, nicht um Parteibefindlichkeiten. Bereits gestern hatte Merz seine CDU-Parteikollegin Reiche und Finanzminister Klingbeil von der SPD aufgefordert, sich auf Vorschläge zu einigen.
    Heute kritisierte die Wirtschaftsministerin Ideen der Sozialdemokraten. Sie sagte in Berlin, der Koalitionspartner sei in den vergangenen Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig seien. Reiche sprach sich in dem Zusammenhang gegen eine sogenannte Übergewinnsteuer aus, wie sie auch Klingbeil ins Gespräch gebracht hatte. Dieser beriet am Vormittag bei einem Treffen im Bundesfinanzministerium mit Vertretern von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden über mögliche Entlastungen.
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.