Bundeskanzler
Merz beharrt auf Abschiebungen nach Syrien

Bundeskanzler Merz hat anders als Außenminister Wadephul keine Bedenken gegen Abschiebungen von Geflüchteten nach Syrien.

    Syrische Flüchtlinge gehen mit Koffern und Taschen durch die Ankunftshalle eines deutschen Flughafens.
    Über Möglichkeiten einer freiwilligen Rückkehr von Syrern in ihr Heimatland (Archivbild) wird derzeit in der Union diskutiert. (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
    Merz sagte bei einem Besuch im schleswig-holsteinischen Husum, der Bürgerkrieg in Syrien sei zu Ende. Daher gebe es keinerlei Gründe mehr, Syrern Asyl in Deutschland zu gewähren. Auch gehe er davon aus, dass viele der Menschen freiwillig in ihr Heimatland zurückkehrten, um dort beim Wiederaufbau nach dem Krieg zu helfen. Zugleich betonte der Kanzler, wer sich aber einer Rückkehr verweigere, den könne man selbstverständlich abschieben. Er habe bereits den syrischen Interimspräsidenten al-Scharaa nach Deutschland eingeladen, um mit ihm über eine gemeinsame Lösung zu sprechen.
    Wadephul hatte während eines Syrien-Besuchs mit Blick auf Zerstörungen erklärt, eine Rückkehr sei zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt möglich.
    Diese Nachricht wurde am 04.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.