Stadtbild-Äußerungen
Merz bemüht sich um Klarstellung

Bundeskanzler Merz hat sich nach seinen umstrittenen Stadtbild-Äußerungen um Klarstellung bemüht.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
    Gibt es ein Problem im Stadtbild? Eine Aussage von Friedrich Merz zur Migration hat Empörung hervorgerufen. Der Bundeskanzler erhält aber auch Unterstützung. (picture alliance / photothek.de / Florian Gaertner)
    Deutschland und alle anderen Länder der Europäischen Union brauchten auch in Zukunft Einwanderung, sagte Merz bei einem Besuch in London. Probleme würden aber diejenigen Migranten machen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten. Viele von diesen bestimmten das öffentliche Bild in den Städten, sagte der CDU-Chef. Deshalb hätten viele Menschen Angst, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Die Ursachen dieser Probleme müssten gemeinsam in Europa gelöst werden.
    Merz' Äußerungen, in denen er von Problemen im Stadtbild gesprochen hatte, lösten deutliche Kritik, aber auch Zustimmung aus. Zuletzt grenzte sich SPD-Chef Klingbeil vom Kanzler ab. Er wolle in einem Land leben, wo nicht das Aussehen darüber entscheide, ob man ins Stadtbild passe oder nicht, sagte Klingbeil auf einem Gewerkschaftskongress in Hannover.
    Diese Nachricht wurde am 22.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.