
Auf dem Programm des Kanzlers und der mitgereisten Wirtschaftsdelegation steht der Besuch einer Produktionsstätte des deutschen Unternehmens Bosch und anschließend eines Forschungszentrums für Nanotechnologie.
Gestern hatten Merz und der indische Ministerpräsident Modi eine Reihe von Erklärungen unterzeichnet, unter anderem zur deutsch-indischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie, bei wichtigen Rohstoffen und der Anwerbung von Fachkräften für den deutschen Gesundheitssektor. Der Bundeskanzler hob zudem hervor, dass er einen raschen Abschluss des geplanten Freihandelsabkommens zwischen Indien und der Europäischen Union für möglich hält. Die Verhandlungen darüber könnten noch in diesem Monat abgeschlossen werden, sagte er.
Brinkhaus verlangt Abschluss
Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Brinkhaus mahnte zur Eile. Der Abschluss des Abkommens sei aber kompliziert, sagte der Indien-Experteim Deutschlandfunk. So gebe es Interessen der indischen Landwirtschaft, die Modi beachten müsse. Außerdem habe Indien noch relativ hohe Zölle. Insofern gebe es "auf beiden Seiten noch ein paar Punkte, die ausverhandelt werden müssen". Über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien wird bereits seit 18 Jahren verhandelt.
Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
