Nahost-Konflikt
Merz betont Einigkeit mit US-Präsident Trump in Iran-Frage - Kanzler räumt auf Katholikentag Wandel bei Blick auf die USA ein

Bundeskanzler Merz hat erstmals nach seiner Kritik am Vorgehen der USA im Iran-Krieg mit Präsident Trump telefoniert.

    Donald Trump und Friedrich Merz im Oval Office (05.06.2025)
    Friedrich Merz (r.) hat mit Donald Trump telefoniert. (Archivbild) (picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andrew Leyden)
    Merz sprach anschließend von Einigkeit mit Blick auf die nächsten Schritte. Beide stimmten darin überein, dass das iranische Regime jetzt an den Verhandlungstisch müsse, schrieb Merz im Online-Dienst X. Bei den Gesprächen sei sicherzustellen, dass die Straße von Hormus geöffnet werde und Teheran keine Nuklearwaffen herstellen könne. Merz vorausgegangene Kritik hatte für Verstimmung in Washington gesorgt.
    Auf dem Katholikentag in Würzburg sprach der Bundeskanzler heute von einem Wandel bei seinem Blick auf die USA. Er äußerte in einem Gespräch mit Jugendlichen Zweifel an den Berufs- und Karrierechancen in den Vereinigten Staaten. Er sagte wörtlich, er würde seinen Kindern nicht empfehlen, in die USA zu gehen. Ein Grund dafür sei, dass sich das gesellschaftliche Klima dort gewandelt habe. Merz sagte auch, er sei ein großer Bewunderer Amerikas, die Bewunderung nehme im Augenblick aber nicht zu.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.