Nahost-Konflikt
Merz betont Einigkeit mit US-Präsident Trump in Iran-Frage - Kanzler räumt auf Katholikentag Wandel bei Blick auf die USA ein

Bundeskanzler Merz hat erstmals nach seiner Kritik am Vorgehen der USA im Iran-Krieg mit Präsident Trump telefoniert.

    Donald Trump und Friedrich Merz im Oval Office (05.06.2025)
    Friedrich Merz (r.) hat mit Donald Trump telefoniert. (Archivbild) (picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andrew Leyden)
    Merz sprach anschließend von Einigkeit mit Blick auf die nächsten Schritte. Man stimme darin überein, dass das iranische Regime jetzt an den Verhandlungstisch müsse, schrieb Merz im Online-Dienst X. Teheran müsse die Straße von Hormus öffnen und dürfe nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Merz hatte zuletzt für Verärgerung gesorgt, indem er Trump vorwarf, im Iran-Krieg offensichtlich keine Strategie zu haben.
    Auf dem Katholikentag in Würzburg distanzierte sich Merz erneut von den USA - allerdings in einem anderem Zusammenhang. In einem Gespräch mit Jugendlichen äußerte er Zweifel bezüglich der Berufs- und Karrierechancen in den Vereinigten Staaten. Merz sagte, er würde seinen Kindern nicht empfehlen, in die USA zu gehen. Ein Grund dafür sei, dass sich das gesellschaftliche Klima dort gewandelt habe. Der Kanzler fügte hinzu, er sei ein großer Bewunderer Amerikas, die Bewunderung nehme im Augenblick aber nicht zu.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.