China-Reise
Merz betont im Gespräch mit Xi gute Zusammenarbeit

Deutschland und China wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen. Bundeskanzler Merz sagte bei einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking, beide Länder hätten seit Jahrzehnten eine gute bilaterale Beziehung. Daran wolle er anknüpfen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird von Xi Jinping, Präsident von China, im Staatsgästehaus zu einem bilateralen Gespräch begrüßt.
    Bundeskanzler Friedrich Merz besucht China. (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Gleichzeitig warb Merz für mehr Investitionen der Volkrepublik in Deutschland. Er bezeichnete das Land beim Treffen mit Präsident Xi in Peking als "umfassenden strategischen Partner". Merz fügte hinzu, China habe einen Auftrag zum Kauf weiterer 120 Flugzeuge des europäischen Herstellers Airbus bekannt gegeben, an dem Deutschland beteiligt ist.
    Außerdem werde es in diesem Jahr gemeinsame Regierungskonsultationen geben. Xi erklärte, er habe den chinesisch-deutschen Beziehungen stets große Bedeutung beigemessen und sei bereit, die Partnerschaft zwischen beiden Ländern auf ein neues Niveau zu heben. Merz wurde von einer Wirtschaftsdelegation begleitet und traf zusammen mit Ministerpräsident Li auch chinesische Unternehmens-Vertreter.
    Nach seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt war Merz von Ministerpräsident Li Qiang mit militärischen Ehren empfangen worden. Es ist die erste China-Reise des Kanzlers. Merz wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

    Nouripour fordert mehr Unabhängigkeit von China

    Der Grünen-Außenpolitiker Nouripour hat dazu aufgerufen, die Abhängigkeiten von China unter anderem im Bereich der Seltenen Erden zu reduzieren. Dazu seien Substitute und andere Handelsnetzwerke nötig, sagte der Bundestagsvizepräsident im Deutschlandfunk. Zudem warb er dafür, auch in Europa selbst den Abbau Seltener Erden auszuweiten.
    Der Grünen-Politiker warf Peking vor, den Marktzugang für deutsche Unternehmen verknappt und Urheberrechte teilweise nicht beachtet zu haben. Außerdem habe Peking die eigenen Produkte mithilfe staatlicher Subventionen verbilligt nach Europa gebracht und damit die Marktlage verändert.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.