Korruptionsaffäre in der Ukraine
Merz fordert Aufklärung - Selenskyj verhängt Sanktionen gegen Vertrauten Minditsch

In der Affäre um Schmiergeldzahlungen im ukrainischen Energiesektor hat Bundeskanzler Merz Präsident Selenskyj aufgefordert, energisch gegen Korruption vorzugehen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei der Veranstaltung der Bundesregierung “Hightech Agenda Deutschland – Debatte, Konferenz, Networking“.
    Kanzler Merz fordert energisches Vorgehen gegen Korruption. (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
    Wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte, verlangte Merz zudem weitere Reformen insbesondere im Bereich der Rechtsstaatlichkeit. Selenskyj habe vollständige Transparenz sowie eine langfristige Unterstützung der unabhängigen Anti-Korruptionsbehörden zugesagt.
    Der ukrainische Präsident verhängte inzwischen Sanktionen gegen den Geschäftsmann Minditsch, der als Drahtzieher der Affäre gilt. Wie aus einem Dekret hervorgeht, sollen unter anderem die Vermögen des 46-Jährigen sowie einer weiteren Person eingefroren werden. Die Anfang der Woche bekannt gewordenen Vorwürfe konzentrieren sich auf Schmiergeldzahlungen beim staatlichen Energiebetreiber Energoatom. Zwei Minister mussten ihre Posten räumen.
    Diese Nachricht wurde am 13.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.