Gesellschaft
Merz führt "explodierende Gewalt" auch auf Zuwanderung zurück - Kanzler erneut in der Kritik

Bundeskanzler Merz hat mit seinem Hinweis auf Migration als eine Ursache für - Zitat - "explodierende Gewalt" Kritik auf sich gezogen. Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Bünger, warf ihm vor, von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Der ARD sagte Bünger, wer ausgerechnet bei Gewalt gegen Frauen reflexhaft auf Zuwanderung zeige, verharmlose strukturelle Gewalt, statt sie zu bekämpfen.

    Merz bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Er steht an seinem Platz auf der Regierungsbank hinter einem Mikrofon.
    Kanzler Friedrich Merz im Bundestag (AP / Markus Schreiber)
    Die forschungspolitische Sprecherin der Grünen, Asar, schrieb, Merz habe eine Frage zu Gewalt gegen Frauen erneut dazu genutzt, um Zugewanderte unter Generalverdacht zu stellen. Ein trauriges Muster, das man inzwischen nur allzu gut kenne, führte sie mit Blick auf ähnliche Debatten über Merz in der Vergangenheit aus.
    Der Bundeskanzler hatte von explodierender Gewalt in der Gesellschaft, sowohl im analogen als auch im digitalen Raum, gesprochen, gegen die man etwas tun müsse. Dazu gehöre dann aber, über die Ursachen zu reden und auch anzusprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer komme, führte Merz aus.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.