Regierungsbefragung im Bundestag
Merz führt "explodierende Gewalt" auf Zuwanderung zurück - Kritik von Linke und Grünen

Bundeskanzler Merz sieht einen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und einer steigenden Gewaltkriminalität in Deutschland.

    Kanzler Friedrich Merz bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Er steht an seinem Platz hinter einem Mikrofon.
    Kanzler Friedrich Merz im Bundestag (AP / Markus Schreiber)
    Er sagte in einer Regierungsbefragung im Bundestag, sowohl im analogen als auch im digitalen Raum gebe es eine - Zitat - explodierende Gewalt. Es gehöre zur Vollständigkeit des Bildes dazu, dass ein beachtlicher Teil davon auf die Gruppen der Zuwanderer zurückgehe, sagte der CDU-Vorsitzende. Zugleich kündigte er schnelle Gesetzesänderungen zum Schutz von Frauen vor sexualisierter Gewalt im Internet an. Linken-Fraktionsvize Bünger warf Merz daraufhin pauschale Stimmungsmache vor. Sie sagte dem ARD-Fernsehen, wer beim Thema Gewalt gegen Frauen reflexhaft auf Zuwanderung zeige, verharmlose strukturelle Gewalt, statt sie zu bekämpfen.
    Hintergrund ist auch eine juristische Auseinandersetzung zwischen der Moderatorin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, deren rechtliche Klärung noch aussteht.
    Diese Nachricht wurde am 25.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.