
Niedersachsens Ministerpräsident Lies forderte klare Ergebnisse des Treffens. Der SPD-Politiker betonte, es brauche einen wirksamen Stahlpakt für fairen Handel und mit Schutzmaßnahmen, für bezahlbare Energie und mit Leitmärkten für grünen Stahl. Die Branche stehe nicht zuletzt wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China mit dem Rücken zur Wand.
An dem Treffen im Kanzleramt mit Vertretern der Stahlbranche nehmen auch die zuständigen Bundesministerinnen und -minister sowie eine Reihe von Ministerpräsidenten der Länder teil.
Die deutsche Stahlindustrie leidet unter billiger Konkurrenz vor allem aus Asien. Die Zölle von US-Präsident Trump erschweren zudem den Export. Zugleich ist die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie sehr teuer. Bei dem Treffen soll erörtert werden, wie die bedeutende Branche in Deutschland und Europa erhalten bleiben kann.
Branche wünscht sich konkrete Beschlüsse
Die neue Chefin von Thyssenkrupp Steel, Jaroni, forderte konkrete Maßnahmen. "Der Stahlgipfel muss konkrete Ergebnisse bringen", sagte sie der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Jaroni forderte höhere Zölle auf Stahlimporte aus China. Entsprechende Pläne der EU müsse die Bundesregierung "aktiv und ohne Abstriche unterstützen". Jaroni forderte außerdem Hilfe beim Strompreis und Quoten für deutschen Stahl.
Diese Nachricht wurde am 06.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




