Treffen in Hannover
Merz hebt Potenzial Brasiliens bei Seltenen Erden und Rohstoffen hervor

Bundeskanzler Merz und der brasilianische Präsident Lula haben im Schloss Herrenhausen in Hannover über den Ausbau der Beziehungen beider Länder beraten.

    Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva spricht während der Eröffnungszeremonie des brasilianischen Pavillons im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Hannover Messe.
    Brasiliens Präsident Lula spricht während der Eröffnungszeremonie des brasilianischen Pavillons im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs mit Bundeskanzler Merz auf der Hannover Messe. (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Martin Meissner)
    An den Regierungskonsultationen nahmen insgesamt 15 Ministern beider Seiten teil. Im Mittelpunkt standen wirtschaftliche Fragen. Ab dem 1. Mai wird das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten vorläufig angewendet. Durch das Abkommen entsteht eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen. 
    Merz hatte bei einem Zusammentreffen mit Lula auf der Hannover-Messe das Potenzial Brasiliens beim Abbau seltener Erden und Rohstoffe hervorgehoben. Deutschland könne dafür die nötige Technologie liefern. Lula warnte allerdings davor, sein ⁠Land nur als Rohstofflieferanten ⁠zu sehen. Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Messe.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.