Dialogplattform
Merz, Klingbeil und Scholz beantworten nicht eine Frage von Bürgern bei "Abgeordnetenwatch.de"

134 Mitglieder des Deutschen Bundestags haben seit gut einem Jahr keine einzige Bürgerfrage auf dem Dialogportal Abgeordnetenwatch beantwortet.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt neben Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) an der Sitzung des Bundeskabinetts teil.
    Vizekanzler Klingbeil und Bundeskanzler Merz. (Archivbild) (dpa / Michael Kappeler)
    Darunter Bundeskanzler Merz, CDU, Vizekanzler Klingbeil und Altkanzler Scholz, beide SPD, wie aus den veröffentlichten Daten der Internetseite hervorgeht. Platz 1 erreichte Kanzleramtsminister Frei. Der CDU-Politiker bekam mit 861 Fragen die meisten gestellt und beantwortete alle. Die zweitmeisten Fragen gingen an SPD-Chefin Bas mit 552. Sie reagierte auf 99 Prozent. Von den Bundestagsparteien hatten der SSW, die Grünen, gefolgt von den Linken, die höchsten Antwortquoten, die AfD die niedrigste.
    Abgeordnetenwatch-Leiterin Charalambous betonte, wer gewählt werde, schulde den Bürgern Antworten, kein Schweigen. Gerade erlebe man wegen des Reformpakets der Bundesregierung einen enormen Fragenansturm. Das zeige, dass die Menschen verstehen wollten, warum Politik so entscheide, wie sie entscheide. Wer diese Fragen ignoriere, weil sie Arbeit machten oder unbequem seien, verspiele leichtfertig Vertrauen.

    Bürger können Politikern auf Abgeordnetenwatch.de Fragen stellen

    Seit 2004 können Parlamentarier des Bundestags, der Landtage und des Europaparlaments auf der Plattform befragt werden. Dieses Mal ging es um den Zeitraum seit der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 25. März 2025 bis zum 29. Juni dieses Jahres. Insgesamt gingen 14.122 Fragen ein, 75 Prozent davon wurden beantwortet.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.